Warum wir „Die gute Schokolade“ an Plant for the Planet zurückgeschickt haben

Klimaschutz fängt mit Schokolade an

Die Stiftung Plant for the Planet kämpft gegen die Klimakrise. Sie tun das mit dem Anpflanzen von Millionen von Bäumen weltweit. Meine Familie unterstützt dies seit einigen Jahren mit regelmäßigen Geldspenden, weil uns der Klimaschutz sehr am Herzen liegt.

Jetzt hat uns Plant for the Planet einen Transparenz-Bericht und eine Tafel Milchschokolade geschickt. Wir mögen Schokolade wirklich sehr. Aber wir haben heute Felix Finkbeiner, dem Gründer der Stiftung, die sogenannte GUTE SCHOKOLADE zurückgeschickt. In einem Brief haben wir ihm auch erklärt, warum: 

Es ist wissenschaftlich schon lange erwiesen, dass die industrielle Tierhaltung maßgeblich zum Klimawandel beiträgt. Zahlreiche zuverlässige Quellen belegen das (Weltklimarat, UNO, Umweltbundesamt, Oxford Universität, Scientists for Future, Albert Schweitzer Stiftung…)

Klimaschutz beginnt auf unserem Teller und auch bei unserer Schokolade. Wir finden: Eine Milchschokolade zu versenden ist in dieser Zeit, in der wir starke Symbole für eine Begrenzung der Klimakatastrophe und des Artensterbens brauchen, das falsche Symbol.

Auf der Schokoladenverpackung steht, das Produkt sei klimaneutral. Aber: Mit dem Pflanzen von Bäumen den vermeidbaren Methan-Ausstoß der Kühe zu neutralisieren halten wir für absurd. MIT Bäumen und OHNE Milch ließen sich doch noch viel mehr CO2-Äquivalente einsparen.

Im Übrigen halten wir auch den Missbrauch und das Töten von fühlenden Lebewesen für total überflüssig. (Ja, für Milch werden Kühe und Kälber getötet.) Aber das ist ein anderes Thema. 

Meine Familie unterbricht jetzt erstmal die Unterstützung für Finkbeiners NGO und wir hoffen, Plant for the Planet wird in Zukunft auch die industrielle Tierhaltung als zerstörerische Kraft erkennen und vegane Schokolade verschicken. Die schmeckt uns besser.

 

8 Gedanken zu „Warum wir „Die gute Schokolade“ an Plant for the Planet zurückgeschickt haben

  1. Saskia schreibt:

    Oh wow das ist eine so großartige Aktion! Danke ihr macht das do toll. Auch wie ihr das als Familie angeht. Mehr Vorbild geht nicht!

  2. Ihr seid einfach so genial. Ich fühle mich von euerm Engagement immer wieder sehr inspiriert! DANKE! 😀
    Und natürlich eine wunderschöne Weihnachtszeit!! 🙂

  3. DS schreibt:

    Wird denn die Milch in dieser Schokolade wirklich industriell erzeugt? Oder stammt sie aus Milchwirtschaft auf Weide und in traditionellen Gebieten, die kaum ander als mit Wiederkäuern auskömmlich zu bewirtschaften sind und für die menschliche Ernährung etwas zu bieten haben? Halboffene Weidelandschaften sind dje artenreichsten Kulturlandschaften. In einer solchen Halrungsform sieht die Energie- und die THG Bilanz sehr viel besser aus.
    Viele Rinder würden überhaupt nicht existieren, wenn sie nicht für unsere Nahrung gezüchtet und gehalten würden. Klar, man kann die vielen auch alten für Robusthaltung besonders gut geeigneten Rinderrassen natürlich auch alle aussterben lassen. ‍♀️
    Allerdings, ob die CO2 Bilanz mit Ackerbau für Fette und mit Kunstdüger besser zur Schließung der Nahrumgs-Lücke besonders von Fetten und Proteinen besser aus sähe? Und wäre dieser Ackerbau in den Gebieten traditioneller Rinderhaltung überhaupt möglich?
    Ich finde, man muss den Kontext immer mit berücksichtigen

  4. Michael schreibt:

    Übertrieben? Ich würde sagen im Gegenteil: Da vegane Schokolade viel klima- und tierfreundlicher ist, sowie genauso lecker, ist es zunehmend absurd für eine NGO sowie andere an Nachhaltigkeit Interessierte, weiterhin Schokolade aus Kuhmilch zu vertreiben/konsumieren.

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